Schutz des Existenzminimums

P-Konto und Pfändung: Was jetzt wichtig ist

Ein Pfändungsschutzkonto kann einen Grundfreibetrag auf dem Girokonto schützen. Bei drohender oder bestehender Kontopfändung zählt eine schnelle, geordnete Vorgehensweise.

Was ist ein P-Konto?

Ein Pfändungsschutzkonto ist ein Girokonto mit gesetzlichem Pfändungsschutz. Es schützt Guthaben bis zu einem festgelegten Freibetrag vor dem Zugriff durch eine Kontopfändung. Ein vorhandenes Girokonto kann grundsätzlich in ein P-Konto umgewandelt werden.

Wann sollte man handeln?

Wenn eine Kontopfändung angekündigt wurde, bereits besteht oder wahrscheinlich bevorsteht, sollte die Umwandlung schnell geprüft werden. Jede Person darf nur ein P-Konto führen; Gemeinschaftskonten müssen zuvor anders organisiert werden.

Wie hoch ist der Freibetrag?

Die Höhe richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Grundbetrag erhöht werden, etwa bei gesetzlichen Unterhaltspflichten oder bestimmten Sozialleistungen. Die Beträge ändern sich regelmäßig und müssen aktuell geprüft werden.

Wichtig: Eine Erhöhung erfolgt nicht immer automatisch. Häufig benötigt die Bank eine geeignete Bescheinigung oder gerichtliche Entscheidung.

Fünf Schritte bei einer Kontopfändung

  1. Schreiben, Aktenzeichen und Fristen sichern.
  2. Kontostand und laufende Zahlungseingänge prüfen.
  3. Bank zur Umwandlung in ein P-Konto kontaktieren.
  4. Unterhaltspflichten und besondere Leistungen dokumentieren.
  5. Beratung oder rechtliche Unterstützung einholen.

P-Konto und Lohnpfändung

Eine Lohnpfändung betrifft die Berechnung beim Arbeitgeber, das P-Konto dagegen das Guthaben auf dem Konto. Treffen mehrere Maßnahmen zusammen, muss die Gesamtsituation betrachtet werden, damit Miete, Energie und Lebensunterhalt gesichert bleiben.

Hilfreiche Unterlagen

  • Pfändungsbeschluss oder Schreiben der Bank
  • aktuelle Kontoauszüge
  • Einkommens- und Leistungsnachweise
  • Nachweise über Unterhaltspflichten
  • Bescheide über Kindergeld oder zweckgebundene Leistungen
Schnell handeln: Bei einem gesperrten Konto können existenzielle Zahlungen unmittelbar betroffen sein.

Ihre Situation ist individuell

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