Konto gepfändet – was tun?

Eine Kontopfändung ist beängstigend, aber sie bedeutet nicht, dass Sie ohne Handlungsmöglichkeiten sind. Entscheidend ist, jetzt strukturiert vorzugehen: Existenzielle Zahlungen sichern, Pfändungsschutz prüfen und keine vorschnellen Zahlungsversprechen abgeben.

Die wichtigsten Schritte sofort

  1. Bank kontaktieren: Fragen Sie nach Aktenzeichen, Gläubiger und aktuellem Kontostatus.
  2. P-Konto beantragen: Ein bestehendes Girokonto kann grundsätzlich als Pfändungsschutzkonto geführt werden. Der Schutz wirkt nicht unbegrenzt und muss bei erhöhten Freibeträgen nachgewiesen werden.
  3. Existenzielle Ausgaben priorisieren: Miete, Energie, Lebensmittel, Krankenversicherung und notwendige Mobilität gehen vor ungesicherten Forderungen.
  4. Unterlagen sammeln: Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, Kontoauszüge, Einkommensnachweise und Unterhaltsnachweise bereithalten.
  5. Freibetrag prüfen: Unterhaltspflichten, Kindergeld oder bestimmte Sozialleistungen können den geschützten Betrag erhöhen.

Was schützt ein P-Konto?

Nach Angaben des Bundesjustizministeriums erstreckt sich der Kontopfändungsschutz grundsätzlich auf sämtliche Geldeingänge bis zum geschützten Betrag; die Herkunft des Geldes ist dabei nicht entscheidend. Einzelheiten und aktuelle Grenzen können sich ändern. Lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber P-Konto und Pfändung und die amtlichen Informationen zum P-Konto.

Was Sie vermeiden sollten

  • das Konto ignorieren und Lastschriften unkontrolliert weiterlaufen lassen
  • einen neuen Kredit aufnehmen, ohne die Gesamtbelastung zu prüfen
  • ein Schuldanerkenntnis unterschreiben, dessen Folgen unklar sind
  • alle verfügbaren Mittel an einen einzelnen Gläubiger zahlen und dadurch Miete oder Energie gefährden

Wie geht es nach der Soforthilfe weiter?

Die Pfändung ist meist ein Symptom einer größeren Schuldenlage. Nach der Stabilisierung sollte eine vollständige Gläubiger- und Forderungsübersicht entstehen. Je nach Situation kommen Ratenvereinbarung, außergerichtliche Schuldenbereinigung oder Verbraucherinsolvenz in Betracht.

Häufige Fragen

Kann die Bank ein P-Konto ablehnen?

Die Umwandlung eines bestehenden Girokontos ist gesetzlich vorgesehen. Lassen Sie sich eine Ablehnung schriftlich geben und holen Sie zeitnah Unterstützung ein.

Ist das gesamte Guthaben verloren?

Nein. Innerhalb der gesetzlichen Regeln kann Guthaben geschützt sein. Die konkrete Freigabe hängt vom Kontostatus, den Geldeingängen und möglichen Erhöhungsbeträgen ab.

Kann ich trotz Pfändung Miete überweisen?

Soweit geschütztes und verfügbares Guthaben vorhanden ist, bleiben Überweisungen möglich. Klären Sie die Verfügbarkeit unmittelbar mit der Bank.

Kontopfändung in Köln klären

Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir die Unterlagen und besprechen den nächsten sinnvollen Schritt.

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Allgemeine Information, keine individuelle Rechtsberatung. Stand: August 2026.

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